Halbzeitbericht FSJ

Soooo…mein FSJ ist jetzt schon zur Hälfte rum! Krass wie schnell die Zeit vergeht…

Rückblickend möchte ich euch ein paar Eindrücke und Erfahrungsberichte geben, damit ihr auch wisst, wie es so ist und ob es evtl. auch etwas für euch sein könnte.

Angefangen hat mein FSJ direkt mit der ersten von drei Wochen, die ich für den Erwerb der C-Lizenz benötigte. Hier konnte ich zahlreiche andere FSJ´ler kennenlernen. Aber nicht nur das, ich lernte auch verschiedene Ausbilder mit sehr viel Erfahrung kennen, von denen man so einige Tipps und Tricks mitnehmen konnte.

Nach dieser Woche startete ich dann in den normalen Alltag ohne exakt zu wissen, was mich erwartet.

Ich machte erste Erfahrungen in Kindergärten und Schulen, bereitete mich immer gut auf die Stunden vor, merkte aber sehr schnell, dass es naiv war zu glauben, dass alles so funktioniert, wie ich es wollte. Ganz egal, ob es an weinenden, bockigen Kindern oder an dem Leistungsunterschied scheiterte, es gab so gut wie jede Stunde einen anderen Grund, warum ich mein Plan kurzfristig umwerfen musste.

Nach ein paar Wochen hatte ich jedoch den Dreh raus und es macht von Tag zu Tag mehr Spaß die Kinder lachen zu sehen, aber auch ihre Entwicklung zu beobachten. Jedes Kind ist anders und ich musste lernen, wie ich mit wem umgehen kann, damit man die Mitte zwischen Spaß, aber auch Erfolg, was in meinem Fall natürlich das Fußball spielen ist, aber auch was den generelle Umgang mit dem Ball angeht, trifft. Schwierig ist es hier natürlich im Kindergarten, da es den Kindern doch noch sehr schwer fällt zu verstehen wie sich der Ball bewegt bzw. wie man es beeinflussen kann. Aber gerade hier sieht man am stärksten was man bewirkt! Jede Stunde etwas Neues und jede Stunde sieht man einen Fortschritt.

In den Schulen, in denen ich jeweils die Fußball-AG leite, ist das natürlich schon etwas ganz anderes. Die Kinder sind älter, spielen teilweise schon im Verein Fußball und sind deutlich lernbereiter und aufnahmefähiger. Aber auch hier gibt es noch extreme Leistungsunterschiede, was mich immer wieder vor die spannende Herausforderung stellt, wie ich es hinbekomme alle richtig an ihrer Leistung zu messen. Gerade auch wenn man ein Abschlussspiel macht, kommt es auf die Kinder in der Gruppe an, ob es klappt oder nicht. Der eine mag mit dem Andern nicht spielen, tauscht man die beiden, ist wieder ein anderer unzufrieden usw…

Man schlüpft quasi in die Rolle des Lehrers und muss gucken dass seine Schüler zusammenfinden und als Team agieren, was natürlich auch das Ziel beim Fußball ist.

Die Arbeit im Verein kam parallel auch ins Rollen. Ich bin fest als Co-Trainer bei der C-Jugend dabei, unterstütze bei den Minis und mache ab der F-Jugend bis hin zur B-Jugend Torwarttraining mit den Jungs. Manchmal meldet sich auch gerne mal der 2. Vorstand für ein Torwarttraining an 🙂

Auch hier ist natürlich das schönste die Entwicklung jedes einzelnen zu beobachten und zu merken, wie es ihnen Spaß macht. So gut wie jeder möchte sich verbessern und sich stetig steigern, was für ein lockeres Verhältnis zu den Spielern sorgt, da sie einen als Trainer akzeptieren, wenn sie etwas nicht verstehen oder einen Tipp möchten nachfragen und happy sind wenn sie merken, dass sie es von Training zu Training besser umsetzen können.

Diese Erfahrungen beschränken sich natürlich nicht nur auf die ersten Wochen, sondern ziehen sich durch das gesamte Jahr!

Nach gut vier Wochen kam dann das zweite Seminar. Diesmal vom Landessportbund, bei dem FSJ´ler aus verschiedenen Sportarten zusammenkamen und ihre Erfahrungsberichte miteinander teilten, aber auch neue Sachen, wie Spiele oder Problemlösungen zusammen erarbeiteten. Nebenbei bekamen wir noch Instruktionen zu dem Thema Pflichte und Rechten, aber auch für uns meist neue, interessante Möglichkeiten wie man mit den Kindern umgehen kann bzw. was dabei helfen könnte.

In der darauffolgenden Woche war ich nochmal zwei Tage auf Schöneck um das Pfiff-Zertifikat zu machen. Das war zwar nicht so spannend, da man den Großteil schon in einer der anderen zwei Wochen gehört hat, war aber trotzdem spaßig, da ich mittlerweile einige Leute kannte die da auch daran teilnahmen.

Bis Jahresende kam dann jeweils nochmal eine Woche Seminar auf Schöneck für den Trainerschein. Mittlerweile läuft alles und ich kann mich über nichts beklagen! (außer natürlich, dass die versprochene Einladung zum Essen von Michael noch nicht wahrgemacht wurde… 😉 Für mich bist du trotzdem eines der größten Talente im Verein und die flachen Bälle bekommen wir auch noch hin im neuen Jahr!)

Zurückblickend muss ich sagen, dass das FSJ bis jetzt meine Erwartungen auf jeden Fall übertroffen hat und sehr abwechslungsreich ist! Neben den beschriebenen Aufgaben fallen manchmal auch Dinge wie Kabinen und Ballraum sauber machen, in der Garage aufräumen oder irgendetwas einkaufen gehen an, aber auch das gehört dazu und bereichert den Alltag.

Die Kommunikation mit den Kindergärten und Schulen, wie auch meinem Chef Sven klappt hervorragend und es gibt nichts zu meckern.

Sven ich hoffe auch du hast nichts zu meckern… 😉

Wer Fragen an mich hat oder etwas Spezielles wissen möchte kann mich jederzeit telefonisch, vorzugsweise natürlich persönlich kontaktieren.

Tel.: 0163/9600840

Marius Neumann

Teile oder drucke diesen Beitrag: